Nepal – eine Reise in die Zukunft und zurück in die Gegenwart
(21.03.2025 – 11.04.2025)
Zu Fuß zu den Göttern
Nach nepalesischem Kalender war ich in der Zukunft im Jahr 2081 dort. Gefühlt war es eine Reise in die Vergangenheit.
Faszination Himalaya: Seit jeher übt der der Sitz der Götter eine fast magische Anziehungskraft auf Traveller aus aller Welt. Auch ich lasse mich auf dieser Reise durch Nepal in den Bann der Achttausender ziehen, als ich während des spektakulären, sechstägigen Trekkings die Annapurna-Region erkunde. Die Wanderung führte durch Rhododendron-Wälder, Reisterrassen und vorbei an Wasserfällen mit vielen Begegnungen der dort lebenden Menschen in den Bergdörfern.
Vorweg begeisterte mich der Rest des Landes: Heilige Tempelanlagen, prächtige Paläste und stolze Bewohner. Der tiefe Blick in ein buddhistisches Kloster war beeindruckend.
Ein mehrtätiger Besuch des Chitwan-Nationalparks war der krönende Abschluss der Reise.
Wie könnte es anders sein, mein Interesse an der örtlichen Polizei war groß.
Direkt am ersten Abend hatte ich vom Rooftop des Hotels ein Blick auf das Nachbardach.
Dort lagen Schutzkleidungen der nepalesischen Polizei.



Es sah aus, als ob sie dort zum trocknen aus dem Fenster geworfen wurden. (lach)
Nach drei Wochen war ich die letzte Nacht wieder in dem Hotel in Kathmandu und die Schutzausrüstungen lagen unverändert auf dem Dach. (lach)
Die Kollegen dort regeln ohne Ende das Chaos auf den Straßen, sie müssen trillern bis ihnen die Puste ausgeht. Unglaublich!
Andere bewachen kritische Gebäude und stehen dabei ganz schön unter Strom. (Zwinker- siehe Foto)


Jetzt zum Einsatz des IPA-Ausweises, er hat mir geholfen, dass ein Foto von mir mit zwei Polizisten gemacht werden durfte.
Der Ausweis wurde ganz schön „unter die Lupe“ genommen.

Bei diesem Teil war mir nicht klar, ob es ein „Büro“ oder eine „Zelle“ war! 😊

Nun zum zweiten Einsatz des IPA-Ausweises:
Bei einem Zwischenstopp eines Transfers bin ich auf den kleinen Albin getroffen.
Nach dem Kauf einer Cola an einem Straßenstand hatte ich mich zu der Familie gesetzt, die den „Kiosk“ betreiben.
Der Kleine (geschätzt 4.Klasse) erzählte mir, dass er zur Police School geht und Polizist werden möchte. (In Nepal gibt es diese geförderten Schulen von Klasse 1 bis 10)
Da habe ich mich geoutet und erzählt, dass ich Polizistin in Deutschland war.
Ich habe ihm den IPA-Ausweis gezeigt und er hat riesige Augen gemacht, hat sich gefreut und ist sofort damit zu seinem Vater gelaufen. Dann kam er mit dem Jahrbuch 2081 der Nepal Police School zurück. Das Schuljahr war beendet und er hatte Ferien.
Er hat mir Bilder von seiner Klasse, seinem besten Freund und von den unterschiedlichsten Aktivitäten, wie Sport-Musik-Cricket gezeigt.
Dann verschwand er wieder kurz und kam mit vielen Medaillen zurück, die er bekommen hatte für siegreiches Cricket spielen.
Diese Begegnung hat mich sehr berührt!


Alle Begegnungen und Kontakte mit den Menschen in Nepal haben mich emotional beeindruckt. Sie waren offen, strahlten Zufriedenheit und Fröhlichkeit aus, egal unter welchen Bedingungen sie wohnten und lebten, ob in Lehmhütten, in den Bergdörfern oder in der Stadt.
Eine Reise in die Zukunft und zurück!
Sabine
